Psychologische Begriffsbestimmungen 2006/7

Syndrom

Ein Syndrom ist das gleichzeitige Zusammentreffen von mehreren Merkmalen aufgrund deren man auf das Eintreten/Vorhanden sein eines bestimmten Zustand/Vorgang schließen kann. 

1.) Definition

Syndrom sind Anhäufungen von miteinander zusammenhängende Symptomen, d.h. von Kennzeichen oder charakteristischen Merkmalen für einen bestimmten Zustand oder ein Störungsbild. Ein bestimmtes Einzelsymptom kann bei verschiedenen psychische Störungen auftreten, so dass man nicht daraus schließen kann, um welche Störung es sich handelt, wenn man nur das Symptom für sich allein betrachtet. Das Syndrom gibt aber die Ausprägungen verschiedener wichtiger Anzeichen wieder und ermöglicht als Ganzes eine genauere Diagnosestellung. (Vgl. Dietrich/Rietz, 1996 S. 415-416)

2.) Definition

Syndrom bezeichnet allgemein das gleichzeitige, komplexe Auftreten verschiedener Symptome. Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit Krankheit verwendet, die durch mehrere typische Symptome in Erscheinung treten. (Vgl. Köck/Ott, 1994 S. 708) 

3. Definition

Syndrom, Zusammentreffen einer Anzahl abnormer Zeichen und oder Symptome. S.e. werden entweder mit Namen deskriptiver Natur oder mit dem Namen des/der Wissenschaftler belegt, die das Syndrom aufgestellt haben (Vgl. Lexikon der Psychologie, Propaganda bis ZZ, Herder Verlag 3. Band 1972 S. 511) 

4. Definition

„Syndrom (das; grch); Zusammentreten einzelner, für sich genommen uncharakterist. Krankheitszeichen (Symptome) zu kennzeichnenden Gruppen; Symptomenkomplex“ (Bertelsmann Universal Lexikon, Band 17 Sozio – Tenn, Verlag 1993, S. 296) 

5. Definition

„Symptom: Anzeichen, Kennzeichen, durch die auf bestimmte körperliche oder psychische Zustände od. Vorgänge geschlossen werden kann (z.b: Fieber, Hautverfärbung bei Krankheiten u.ä.) Treten mehrere Symptome bei bestimmten Zuständen oder Vorgängen immer zusammen auf bezeichnet man sie als Syndrom“ (Grüner, Kahl, Georg, 1974 S. 189)

Verwendete Literatur

Bertelsmann Universal Lexikon, Band 17 Sozio – Tenn (1993) S. 296

Dietrich, Rainer/ Rietz, Ira (1996). Psychologisches Grundwissen f. Schule und Beruf – Ein Wörterbuch S. 415-416

Grüner, G.; Kahl, O.; Georg W.; (1974). Kleines Berufspädagogisches Lexikon S. 189

Köck, Peter/Ott, Hanns (1994). Wörterbuch für Erziehung und Unterricht S. 708

Lexikon der Psychologie, Propaganda bis ZZ, Herder Verlag 3. Band 1972 S. 511

griech. Syndrome = „Zusammenlauf“ 

„Gesamtheit aller zu einem bestimmten Krankheitsbild gehörenden Symptome.“

Prof. Dr. Tewes/Dr. Klaus Wildgrube, 1992 

„Treten mehrer Symptome bei bestimmten Zuständen oder Vorgängen immer Zusammen auf, bezeichnet man sie als Syndrom.“

Gustav Grüner/Walter Georg/ Otto Kahl, 1982 

„Zusammentreffe einzelner, für sich allein uncharakteristischer Symptome zu einem kennzeichnenden Krankheitsbild.“

Fremdwörterlexikon

Gerhard Wahrig, 1982 

„Zeichengruppe, Symptomengruppe. Gruppe zusammengehörender Krankheitserscheinungen; Zusammenspiel genetisch zusammengehörenden und charakteristischen Symptome.“

Friedrich Dorsch, 1963 

„Syndrome sind Anhäufungen von miteinander zusammenhängenden Symptomen d.h. von Kennzeichen oder charakteristischen Merkmalen für einen bestimmten Zustand oder ein Störungsbild. Ein bestimmtes Einzelsymptom kann bei verschiedenen psychischen Störungen auftreten, so dass man nicht daraus schließen kann, um welche Störung es sich handelt wenn man nur das Symptom für sich betrachtet. Das Syndrom gibt aber die Ausprägung verschiedener wichtiger Anzeichen wieder und ermöglicht als Ganzes eine genaue Diagnoseerstellung.“

Rainer Dietrich/Ira Rietz, 1996 

Schlussfolgerung: 

Wenn bei einer Person mehrere Symptome zusammen ein gewisses Krankheitsbild hervorrufen so spricht man von einem Syndrom. Es müssen immer dieselben Symptome auftreten um von einem Syndrom sprechen zu können.

Verwendete Literatur


Siehe auch das
Lexikon für Psychologie und Pädagogik

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