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Hochbegabung

1.1 Definition Individuelles Fördern

Individuelles Fördern bedeutet SchülerInnen die Chance zu geben, ihr:

LehrerInnen sollen sie dabei durch folgende Beispielhafte Maßnahmen unterstützen: Die Gewährung ausreichender Lernzeit, spezifische Fördermethoden, individuell angepasste Lernmittel und Hilfestellung von Spezialisten aus Medizin, Psychologie und Psychomotorik (vgl. Meyer, 2004, S.97). 

1.2 Die 6 Profile von Hochbegabten

Hochbegabung lässt sich in sechs unterschiedliche Profile einteilen, deren differenzierte Erkennungs- und Verhaltensmerkmale bzw. die erforderlichen schulischen Maßnahmen in Folge dargestellt werden. 

1.2.1 Erfolgreiche SchülerInnen

Erfolgreiche SchülerInnen sind perfektionistisch, zeigen gute Leistungen und wollen vom Lehrer bestätigt werden. Sie vermeiden Risiko und verhalten sich akzeptierend und anpassungswillig. Man erkennt sie an Schulleistungen, Leistungstests, Intelligenztests und LehrerInnenurteilen. Schulische Maßnahmen sind Akzeleration und Enrichment, Anregung zum Selbststudium und MentorInnenbegleitung (vgl. Bett & Neilhart, 1988, S.248ff). 

1.2.2 HerausfordererInnen

HerausfordererInnen verbessern die LehrerInnen, stellen Regeln zur Diskussion, sind ehrlich und direkt, haben große Stimmungsschwankungen, arbeiten zuweilen inkonsistent und zeigen geringe Selbstkontrolle. Sie sind kreativ und zeigen Vorliebe für praktisches Handeln und Diskussionen. Man erkennt sie an erwiesenen Leistungen, den Urteilen von SchülerInnen und Eltern und an den Ergebnissen von Kreativitätstests (vgl. Bett & Neilhart, 1988, S.248ff). 

1.2.3 RückzieherInnen

RückzieherInnen verneinen die Begabung und nehmen nicht an Begabtenprogrammen teil.

Sie vermeiden Herausforderungen, wechseln Freundschaften und suchen soziale Akzeptanz. LehrerInnen sollten diese Begabung anerkennen, entsprechend darauf eingehen und Ihnen auch zugestehen an Förderaktivitäten nicht teilzunehmen. Sie können ungefragt Informationen zur Schul- und Berufslaufbahn geben (vgl. Bett & Neilhart, 1988, S.248ff). 

1.2.4 AussteigerInnen

AussteigerInnen nehmen unregelmäßig am Unterricht teil, suchen außerschulische Herausforderungen, achten nicht auf ihr Äußerliches und isolieren sich selber. Schulleistungen sind mittelmäßig bis niedrig, sie stören den Unterricht und reagieren sich ab. LehrerInnen sollten Informationen zum sozialen Umfeld einholen und eine schulpsychologische Untersuchung anstreben. Durch MentorInnenbegleitung können Studiengewohnheiten angelernt und Lernerfahrungen außerhalb der Schule gemacht werden (vgl. Bett & Neilhart, 1988, S.248ff). 

1.2.5 Lern und Verhaltensgestörte

Lern und Verhaltensgestörte arbeiten inkonsistent, stören im Unterricht und liefern schlechte Schulleistungen. Sie zeigen ein sehr wechselhaftes Profil bei Intelligenztests und können durch LehrerInnen die Erfahrung mit Leistungsversagern haben identifiziert werden. Sie sollten in ein Förderprogramm für begabte SchülerInnen aufgenommen werden und eine individuelle Betreuung erhalten (vgl. Bett & Neilhart, 1988, S.248ff). 

1.2.6 Selbständige

Selbständige haben ein gutes Sozialverhalten, selbständige Arbeitsweise, sind intrinsisch motiviert und setzen sich leidenschaftlich für ihre Interessensgebiete ein. Man erkennt sie in Kreativitäts- und Intelligenztests, durch erreichte Schulresultate und Produkte in den Interessensgebieten. Schulische Maßnahmen sind die Erstellung eines Langzeit- Studienplans, Akzeleration und Enrichment, Lehrstoffkomprimierung, Mentorbegleitung und frühzeitige Zulassung zur nächsten Schul- und Studienart (vgl. Bett & Neilhart, 1988, S.248ff).

Verwendete Literatur

Bett, G.T. & Neihart, M. (1988). Profiles of the gifted and talented. Gifted Child Quarterly, 32(2), 248-253.

Meyer, H. (2004). Was ist guter Unterricht?. 1. Auflage.Berlin:Scriptor.


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