Präsentationen 2007

 

Lehrveranstaltungsdschungel – Wie motiviere ich meine Studenten? 

Lehrveranstaltungsformen:

Frontalunterricht: Eine extrem lehrerzentrierte Unterrichtsform in der der Lehrer im Zentrum des Unterrichtsgeschehen steht und Schüleranfragen beziehungsweise Schülereinwürfe kaum Berücksichtigung finden (vgl. Vogel 1975, S. 16 ff).

Partnerarbeit: Eine sozial integrative Unterrichtsform in der das vom Frontalunterricht bereits bekannte Gegenüber zu einem Miteinander abgeschwächt wird. Es kommt zu einer Förderung der Kooperationsbereitschaft der Schüler untereinander und der Lehrer begleitet die Schüler lediglich (vgl. Vogel 1975, S. 21 ff).

Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit ist eine Erweiterung der Partnerarbeit bei der sich die Lernenden selbstständig und selbstverantwortlich mit einer bestimmten Aufgabenstellung / Thema selbst auseinandersetzen sollen. Der Lehrer ist zuständig für die Definition der Lernziele, der Struktur und der Organisation der Gruppenarbeit (vgl. Vogel 1975, S. 26 ff).

LVA-Methoden:

Nach der Funktion: Einführung der Lernenden in neues Stoffgebiet und Erarbeitung mittels Lehrervortrag, Brainstorming, Partnerinterview, und ähnlichem. Oder Festigung und Sicherung des Gelernten durch Überprüfungen und Lernkontrollen.

Nach der Verwendung von Medien: Unter Betrachtung der Raum- und Lichtverhältnisse des Lehrveranstaltungsraumes soll ein oder mehrere geeignete Medien (Buch, Tafel, Overhead, Powerpoint-Präsentation, Plakate, Modell, usw.) gewählt werden.

Nach methodischen Grundformen: Anhand der Induktions- oder Deduktionsmethode (Schluss von Einzelfall auf allgemeines Gesetzmäßigkeit, Anwendung einer Gesetzmäßigkeit auf einen Einzelfall) kann der vorzutragende Stoff erarbeitet werden.

Motivationsformen:

Individuelle Bezugsnormorientierung: Orientiert sich am zeitlichen Längsschnitt (an den vorangegangenen Leistungen des Schülers) innerhalb eines Schülers  (vgl. Rheinberg  & Krug 1999, S. 44).

Soziale Bezugsnormorientierung: Orientiert sich am Leistungsunterschied zwischen den Schülern im zeitlichen Querschnitt bei Angebotsgleichheit (vgl. Rheinberg & Krug 1999, S. 44).

Um die Studenten von Anfang an für die Dauer der Lehrveranstaltung zu motivieren ist der Einstieg in die Lehrveranstaltung besonders wichtig. Zu diesem Thema gibt es bereits eine Vielzahl an einschlägiger Fachliteratur. Weiters ist die Wahl der Unterrichtsform maßgeblich um die Lernenden so gut als möglich einzubinden.

An der Universität ist es nicht immer einfach auf alle Studenten während einer Vorlesung beziehungsweise Lehrveranstaltung einzugehen. Vorherrschend in den Lehrveranstaltungen ist die Form des Frontalunterrichts aufgrund der Masse der Studenten. Bei dieser Unterrichtsform ist es wichtig eine effektive Auswahl an Unterrichtsmethoden zu treffen und diese nach Möglichkeit während des Unterrichts sinnvoll zu kombinieren.

Verwendete Literatur

Greving, J. & Paradies L. (1996). Unterrichts-Einstiege. Ein Studien- und Praxisbuch. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor GmbH & Co. KG

Krug, S. & Rheinberg F. (1999). Motivationsförderung im Schulalltag. Göttingen: Hogrefe-Verlag

Thömmes A. (2005). Produktive Unterrichtseinstiege. 100 motivierende Methoden für die Sekundarstufen. Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr

Vogel A. (1975). Unterrichtsformen II. Ravensburg: Otto Maier Verlag


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