Übergänge … Von der Kindheit zur Jugend

Ich war ein typisches Mädchen

Daher spielte ich stundenlang mit meinen Barbies in ihrem Barbie-Traumhaus. Wie jedes junge Mädchen verbrachte ich auch viel Zeit, mich früh in meiner Mutterrolle zu üben – sprich ich spielte mit meinen zahlreichen Puppen. Ich ging auch wahnsinnig gerne zur Schule, was wahrscheinlich nicht jeder mit mir teilen konnte. Als ich älter wurde, verminderte sich der Spaß am Lernen jedoch um einiges, dennoch ist mein Ehrgeiz bis heute ungebrochen.

Ich kann mich nicht direkt an ein einschneidendes Erlebnis erinnern, welches meine „Verwandlung“ vom Kind zum Jugendlichen deutlich zeigt. Bei mir kam dies eher schleichend. Ich war plötzlich zu alt und zu „cool“, um mit meinen Barbies und Puppen zu spielen, also bekamen sie einen Platz auf dem Dachboden. Ein weiteres Merkmal, dass ich mich veränderte, war, dass ich mehr und mehr mit meiner Mutter zu streiten begann. Dies lag aber wahrscheinlich an der Pubertät, die jeden von uns mitgemacht hat. In dieser Zeit fühlte ich mich nicht mehr als Kind, daher wollte ich schon wie eine Erwachsene behandelt werden. Dies sahen meine Eltern aber entschieden anders, was der Grund für ständige Streitereien war.

Alles in allem denke ich – soweit ich mich noch daran erinnern kann – dass diese „Übergangszeit“ vom Kind zum Jugendlichen eine der schwierigsten neben der Pubertät ist. Man weiß ja nicht, wohin man jetzt eigentlich gehört. Leider muss jeder diese Zeit überstehen, aber schaden tut sie wahrscheinlich keinem!

Mädchen vom Lande

Es war einmal ein kleines 10 jähriges Mädchen das ganz unbeschwert am Land lebte und die 4. Klasse der Volksschule im Ort besuchte. Es ging ihr sehr gut, sie genoss die Freiheit, hatte viele Freunde und eine beschützende Familie um sich. Sie konnte sich keine schönere Kindheit wünschen und wäre am Liebsten nie älter geworden. Doch leider lies sich dies nicht vermeiden und es kam der Tag an dem das kleine Mädchen ihn die „weite Welt“ entlassen wurde. Ohne Freunde, ganz allein und einsam musste sie von nun an jeden Tag mit dem Bus in die Stadt zur Hauptschule fahren. Es war fürchterlich! Dem Mädchen gefiel es gar nicht dort. So viele unbekannte Schüler die alle ganz anders waren als die, die sie vom Land kannte. Alles hatte sich schlagartig geändert und der Kleinen war klar, dass sie sich von nun an selbst um ihr Leben kümmern musste. Sie distanzierte sich immer mehr von ihren Eltern; das tägliche Knuddeln mit Papa und Mama war von nun an tabu. Denn es folgten einschlägige körperliche Veränderungen, die das Mädchen so sehr durcheinander brachten, dass sie sich geschämt hätte mit ihren Eltern großartig darüber zu reden. Ihr Glück war, dass ihre um 3 Jahre ältere Schwester zur Seite stand und sie durch diese schlimme Zeit der 1000 Veränderungen begleitete. Von nun an lasen die beiden Geschwister gemeinsam Teeny-Zeitschriften, teilen sich eine Großpackung Tampons und schwärmten für denselben Pop-Star.

Dieses Mädchen, von dem in meiner kleinen Geschichte die Rede war, bin natürlich ich. Und auch wenn ich jetzt schon 22 Jahre alt bin fühle ich mich dennoch manchmal wie ein kleines Kind und wünschte ich könnte wieder so unbeschwert leben wie damals.


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